"Mobile First" – die Website fürs Handy

Ich hatte Ende vergangenen Jahres bereits das Thema „Google endgültig mobile first“ beleuchtet. Die Auswirkungen sind inzwischen spürbar und daher möchte ich hier ein paar Handlungsempfehlungen an diejenigen geben, die ihre Website noch nicht mobiloptimiert haben. Das Ziel dürfte klar sein: Smartphones sind wichtiger als Desktop-Computer und daher ist die Optimierung einer Website für die Darstellung auf Smartphones im Gegensatz zum Desktop nicht nur wichtig, sondern wichtiger. Der ein oder andere mag dies zwar anders sehen, Google ist aber dieser Ansicht und lässt sich davon nicht abbringen.

Unabhängige oder responsive Website

Beginnen wir damit, welche Möglichkeiten Sie bei einer mobiloptimierten Website haben. Es gibt die Option einer unabhängigen, mobilen Website. Häufig besitzt diese eine eigene Domain, wie „m.domainxyz.de“. Dies kommt aus einer Zeit, in der Browser nicht eindeutig erkennen konnten, mit welchem Gerät man im Internet surft. Diese Zeit aber sind vorbei –  und die von Google empfohlene Darstellungsvariante ist die der „responsiven“ Website. In dieser Variante passt sich die Skalierung und Darstellung der Inhalte dem Medium und dessen Auflösung und Bildschirmgröße an. Ist Ihre Website responsiv?

Falls nicht, überspringen Sie gerne den nächsten Teil und lesen Sie das Ende des Artikels. Falls ja, stellt sich nun die Frage, ob diese auch „mobile friendly“ ist, d.h. ob die Darstellung auch „freundlich“ in der Ansicht auf einem Smartphone ist. Hierzu stellt Ihnen Google auch ein Tool bereit: Testen Sie Ihre Website hier. In der Google Search Console können Sie auch einzelne Unterseiten überprüfen. Unter „Suchanfragen/Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten“ finden Sie die gewünschte Information. Achten Sie darauf, dass die mobile Sichtbarkeit mindestens so hoch ist wie die der Desktop-Variante. Prüfen Sie nun auch die Geschwindigkeit Ihrer Website mit dem Tool „PageSpeed Insights„. Erwarten Sie hier nicht 100 Prozent. Aber 80 Prozent sollten es auf jeden Fall sein. Folgen Sie den Empfehlungen des Tools, falls Sie das Ziel nicht erreicht haben.

Wenn Sie diese Schritte beachten, sollten Sie durch Googles „Mobile First Index“ zumindest keine Nachteile zu erwarten haben. Dies heißt nun nicht, dass Ihre Website für Suchmaschinen optimiert ist. Das ist ein komplett anderes Thema und bedarf deutlich mehr Wissen und Anpassungen. Auch eine eigene App kann den Bestandskunden nachhaltig zu höherer Loyalität außerhalb der Website verhelfen. Sie ist ein perfektes Gegenstück zu den kurzen Besuchen auf der Website.

Website neu bauen oder anpassen

Was ist nun aber zu beachten, wenn Sie keine responsive Website haben und nun diesen Schritt gehen möchten. Es wird sich die Frage stellen: „Einreißen und neu bauen“ oder „aktuelle Website anpassen“. Holen Sie sich im ersten Schritt ein Angebot von Ihrem aktuellen Dienstleister ein. Nun lassen Sie dies erweitern, damit es suchmaschinenoptimiert und modern ist. Parallel holen Sie sich ein Angebot für einen Neustart ein. Achten Sie hier darauf, dass das Content Management System ein gängiges ist (WordPress, Typo3, etc.) und mieten Sie sich den Webspace selbst an. Nur so machen Sie sich unabhängig vom Dienstleister. Versuchen Sie beim Design nicht das Rad neu zu erfinden. Was sie wollen, gibt es schon tausendfach. Und wenn Sie etwas Ausgefallenes, Ungewöhnliches wünschen, rate ich Ihnen: Tun sie es nicht. Es wäre wortwörtlich ungewohnt für Ihren Website-Besucher.

Möchten Sie beispielsweise eine neue Website auf Basis des Systems WordPress umsetzen, dann lassen Sie sich einfach mal bei „Themeforest“ inspirieren. Hier gibt es zahlreiche Vorlagen, auf die man aufsetzen kann. Wenn Sie einen Dienstleister kennen, der bereits die Fahrzeugintegration/-suche in WordPress umgesetzt hat, dürfte es relativ unkompliziert sein. Zumindest, wenn man sich möglichst nah an die Vorlage hält. Bis eine neue Website steht, braucht es immer einigen technischen und redaktionellen Aufwand. Vergleichen Sie daher das Angebot wirtschaftlich mit dem oben Genannten. Sie sind dann zumindest für die Zukunft bestens aufgestellt.

Wir wissen und beherzigen ja längst, dass es immer ratsam ist, die Brille des Kunden aufzusetzen. Und heutzutage sieht der Kunde mit seiner Brille auf sein Smartphone.

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