„Influencer Marketing“ – wer sind sie und wo finde ich sie?

In der digitalen Online-Welt und gerade in sozialen Netzwerken ist es enorm schwierig, organisch Reichweiten zu erlangen. Wenn man es überhaupt schafft, dann dauert es sehr lange und bedarf viel Energie und Kreativität. Die einfachste Lösung ist daher, Reichweite einzukaufen. Facebook, Google & Co. sind gerade darauf spezialisiert und bieten für grenzenloses Budget grenzenlose Unterstützung. Natürlich ist dieser Weg einfach und bedarf wenig Erfahrung in der Einrichtung. In der Optimierung allerdings ist viel Erfahrung erforderlich. Die Alternative ist die Zusammenarbeit mit sogenannten Beeinflussern, also den „Influencern“. Dies sind Personen, die eine sehr hohe Reichweite besitzen. Diese Reichweite gepaart mit Ihrer Authentizität kann dann auch eine Botschaft an potenzielle Kunden vermitteln.

Soweit klingt dies erst einmal einfach und sinnvoll. Dann schnappe ich mir doch solch einen Influencer und er hilft mir dabei, meine Kunden zu erreichen. Aber wie finde ich Influencer und wie kann ich eine Zusammenarbeit mit Ihnen beginnen? Und vor allem: Wer ist der richtige Influencer für mich? Erst einmal gibt es folgende unterschiedliche Arten von Influencern: a) die eigenen Mitarbeiter, b) der Zielgruppen-Influencer und c) der professionelle Influencer.

Beginnen wir mit der ersten Gruppe. Ja, Sie haben richtig gelesen, ihre Mitarbeiter sind Influencer. Eigentlich ist ja jeder Mensch ein Influencer, auch Ihre Kunden. Ihre Mitarbeiter besitzen aber eine direkte Verbindung zu Ihrer Autohausmarke und sind daher sehr authentisch. Natürlich haben die meisten Mitarbeiter keine hohe Reichweite. Aber die Summe macht es, und wenn Sie Ihre Mitarbeiter einbinden, dann werden diese auch gleich informiert und in ihr Marketing involviert. Zu diesem Thema, dem „Employee Advocacy“, hatte ich bereits hier einen Artikel geschrieben.

Die zweite Gruppe ist die der Zielgruppen-Influencer. Diese haben in den meisten Fällen eine mittlere Reichweite, treffen dafür aber genau die Zielgruppe. Ein Beispiel hierfür wäre Jan Gleitsmann mit ausfahrt.tv / auto-geil.de und seinen diversen anderen Kanälen. Die Zielgruppe ist spitz und besteht aus „Autofans“. Ein weiteres Beispiel ist Nicole Jodeleit von auto-diva.de. Auch hier wird eine klare Zielgruppe von einer weiblichen Influencerin erreicht. Das besondere an diesen Influencern ist, dass sie in den meisten Fällen einfacher zu erreichen sind und eine Zusammenarbeit individueller sein kann. Aber bitte denken Sie daran, dass diese Personen mit dem Thema ihr Geld verdienen und zurecht mit Unverständnis reagieren, wenn man Ihnen Ihre Reichweite durch ein „uninteressantes“ Gegengeschäft abringen möchte. Im Verhältnis z.B. zur Facebook Werbung sind gute Influencer aber deutlich effizienter und nachhaltiger.

Die dritte Gruppe sind die Superstars. Diejenigen, die Massen an Followern haben und riesige Reichweiten haben. Reichweiten können hier schon mal in die Millionen gehen. Diese Influencer haben eine grobe und somit auch sehr große Zielgruppe. Ohne Agentur dazwischen geht kaum noch etwas, da sich auch die großen Unternehmen um diese Personen reißen. Diese Gruppe ist daher für Autohäuser in den meisten Fällen kaum bezahlbar.

Nachdem Sie also Ihre Mitarbeiter mobilisiert haben, sollten Sie sich auf die zweite Gruppe der Influencer konzentrieren. Hier nun ein paar Tipps, wie sie an diese heran kommen; es gibt auch hier Vermittlungsportale: Reachbird und Blogfoster z.B. sind Vermittlungsplattformen mit unterschiedlicher Herangehensweise. Reachbird bietet ihnen die Möglichkeit, auf einer Vermittlungsplattform Influencer mithilfe vieler Filter und Keywords zu suchen und einzugrenzen. Blogfoster vermittelt Influencer auf Basis von redaktionellen Inhalten. Zudem erhalten Sie von Blogfoster während und nach einer Kampagne ein Konzept und die Beratung durch einen Key-Account Manager. Wenn Sie Reachbird besser kennen lernen möchten, empfehle ich den Vortrag von Julian Freese bei den Autohaus Young Business Days. Bei Blogfoster waren wir in den letzten Jahren im Rahmen der CeBIT ROCK THE BLOG aktiv und sie werden auch zu der diesjährigen CeBIT im Sommer wieder aktive Beiträge im Rahmen der d!talk abhalten, die immer sehenswert sind.

All das kostet selbstverständlich Geld, denn jeder der Influencer lässt sich hierfür bezahlen. Falls Sie sich aber erst einmal an das Thema herantasten möchten, dann kann man auch die Aktivität von Influencern erschleichen. Erwähnen Sie in Ihren Posts Influencer und nehmen Sie gerne mal Bezug zu deren Beiträgen. Es gilt immer noch das Prinzip: „Likers like“ = „Gemochte werden gemocht“. Es gibt keine Garantie, dass Ihr Kommentar oder Ihr Beitrag von einem starken Influencer erwähnt wird. Aber wenn dies passiert, werden sie es sofort in der Reichweite spüren. Und wenn Sie dann erst einmal diese „lose“ Beziehung im Social Media mit dem Influencer aufgenommen haben, fällt es später deutlich leichter, die Beziehung geschäftlich fortzuführen.

 

Sie können es ja gerne mal bei Jan Gleitsmann ausprobieren.

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